Wo verkaufe ich am besten Pokémon-Karten? Ein Leitfaden für 2025
Du hast einen Stapel Pokémon-Karten und fragst dich, wo du sie am besten verkaufst? Viele Anfänger verschwenden Zeit auf den falschen Plattformen oder geben auf, wenn nichts passiert. Dieser Leitfaden zeigt dir, welche Option für dich und deine Karten die richtige ist.
Von NeoSatoshi
•
Aktualisiert 4. Mai 2026
Die schnelle Antwort: eBay für Teures, Marktplätze für Günstiges
Wenn du heute noch mit dem Verkaufen anfangen willst, gibt es eine einfache Faustregel. Nutze eBay, wenn deine Karte mehr als 20 € wert ist, bewertet (gegraded) ist oder eine hohe Nachfrage hat. Die Plattform ist ideal für seltene Einzelkarten, versiegelte Produkte oder grosse Sammlungen von Massenkarten (Bulk). Nutze TCGplayer (wenn du in den USA lebst) oder Cardmarket (in Europa), um Einzelkarten mit geringerem Wert zu verkaufen, zum Beispiel Holos oder Double Rares im Bereich von 1 bis 10 €.
Ein interessanter Fakt: eBay hat TCGplayer im Jahr 2022 gekauft. In gewisser Weise verkaufst du also entweder direkt oder indirekt über eBay. Trotzdem bedienen beide Plattformen sehr unterschiedliche Zwecke.
Welcher Verkäufertyp bist du?
Bevor du eine Plattform wählst, überlege, zu welcher Gruppe du gehörst. Die meisten Verkäufer fallen in eine von drei Kategorien:
- Der Einsteiger: Du hast ein paar gute Karten gezogen und möchtest sie schnell und unkompliziert verkaufen, vielleicht zum ersten Mal.
- Der Sammler: Du hast einen wachsenden Stapel an Karten, den du in Geld umwandeln möchtest, um vielleicht wieder neue Karten zu kaufen.
- Der angehende Händler: Du beginnst, den Kartenverkauf als Nebenverdienst aufzubauen, indem du Karten aus deiner eigenen Sammlung oder aus zugekauften Ordner-Sammlungen anbietest.
Deine Ziele und die Art deiner Karten bestimmen, welche Plattform für dich am sinnvollsten ist.
eBay: Der flexible Alleskönner
eBay bleibt der König der Flexibilität. Du kannst hier alles verkaufen, von einem 300-€-Glurak bis hin zu einem grossen Posten Energiekarten.
Vorteile von eBay
- Grosse Reichweite: Du erreichst ein riesiges, auch internationales Publikum.
- Flexible Formate: Du kannst Karten als Auktion oder zum Festpreis anbieten.
- Hohe Verkaufspreise: Für seltene und gefragte Karten lassen sich hier oft die besten Preise erzielen.
Nachteile von eBay
- Hohe Gebühren: Rechne mit etwa 13 % Gebühren auf den Verkaufspreis.
- Hoher Aufwand: Du musst dich um Nachrichten, Versand und eventuelle Rücksendungen kümmern.
- Langsam für günstige Karten: Der Aufwand lohnt sich oft nicht für Karten im Wert von unter 20 €.
Am besten eignet sich eBay für bewertete Karten, versiegelte Produkte und hochwertige Einzelkarten.
Angebote auf mehreren Plattformen verwalten?
Wenn du auf eBay, Cardmarket und anderen Märkten verkaufst, kann die Verwaltung deines Bestands schnell unübersichtlich werden. Eine gute Software hilft dir, den Überblick zu behalten.
TCGplayer und Cardmarket: Die Spezialisten für Einzelkarten
Wenn du in den USA bist, ist TCGplayer unglaublich praktisch. Die Plattform ist auf den schnellen Verkauf von vielen günstigen Einzelkarten ausgelegt. Für Verkäufer in Europa ist Cardmarket das direkte Gegenstück und in vielen EU-Ländern etabliert.
Vorteile der Marktplätze
- Grosse Käuferbasis: Beide Plattformen haben eine riesige Community von Pokémon-Käufern.
- Schnelle Verkäufe: Karten verkaufen sich oft schnell zu den aktuellen Marktpreisen.
Nachteile der Marktplätze
- Regionale Beschränkung: Als Europäer kannst du nicht auf TCGplayer verkaufen und umgekehrt.
- Bestandsverwaltung: Bei grösseren Mengen wird eine gute Organisation deines Inventars unerlässlich.
- Verkäufer-Level: Du kannst nicht sofort unbegrenzt viele Karten einstellen, sondern musst dich hocharbeiten.
Diese Plattformen sind ideal für Massenkarten (Bulk), günstige Holos und um Karten aus kompletten Sets schnell anzubieten.
Facebook-Gruppen: Lokal und ohne Gebühren
Facebook-Gruppen oder der Marketplace können eine gute Option sein, vor allem für lokale Geschäfte.
- Vorteile: Keine Verkaufsgebühren und die Möglichkeit, ganze Ordner-Sammlungen oder grosse Posten lokal an Selbstabholer zu verkaufen.
- Nachteile: Es gibt keinen Käufer- oder Verkäuferschutz, das Betrugsrisiko ist höher und oft erhält man auf Anfragen einfach keine Antwort mehr. Das kann für Anfänger frustrierend sein.
Am besten eignen sich diese Gruppen für den Verkauf grosser Sammlungen vor Ort oder für Tauschgeschäfte mit Leuten in deiner Nähe.
Welche Plattform passt zu wem?
Für Anfänger
Starte am besten auf eBay. Du hast wahrscheinlich schon ein Konto, erreichst eine grosse Zielgruppe und bei Auktionen ist das Risiko gering, einen komplett falschen Preis anzusetzen. Bedenke aber, dass du bei Auktionen oft nur 70-80 % des eigentlichen Marktwerts erzielst.
Für Sammler
eBay ist eine gute Option für deine wertvolleren Karten. Für deine restlichen Tauschkarten (Holos, Rares) solltest du dir überlegen, diese auf Cardmarket (in der EU) oder TCGplayer (in den USA) anzubieten.
Für angehende Händler
Professionelle Verkäufer nutzen mehrere Plattformen strategisch. Sie verkaufen hochwertige Einzelkarten auf eBay und nutzen Cardmarket für den Abverkauf von günstigeren Karten in Masse. Wenn du sehr professionell wirst, könnte auch Whatnot eine Option für dich werden.
Bereit, dein Pokémon-Geschäft zu professionalisieren?
Verschwende keine Zeit mehr mit manueller Arbeit. Scanne Karten, erstelle Angebote und verwalte deine Verkäufe mit NeoSatoshi. Starte jetzt.