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Pokémon Bulk sortieren: Mein Erfahrungsbericht mit einer automatischen Sortiermaschine

Wer im Pokémon-Karten-Geschäft wachsen will, steht irgendwann vor einer Wand aus Bulk. Ich habe 50.000 Karten zu verarbeiten und teste deshalb eine Sortiermaschine, um den Prozess neben meinem Vollzeitjob zu bewältigen.

Von NeoSatoshi

Aktualisiert 3. Mai 2026

Die Ausgangslage: 50.000 Karten und begrenzte Zeit

In der ersten Woche meiner Challenge, ein Pokémon-Karten-Geschäft aufzubauen, habe ich einen bescheidenen Gewinn von 12 Dollar erzielt. Jetzt, mit einem Berg von 50.000 Karten vor mir, ist klar, dass die manuelle Sortierung der größte Engpass sein wird. Da ich das Geschäft neben meinem normalen Job aufbaue, ist Zeit mein wertvollstes Gut. Um große Mengen an Karten effizient zu verarbeiten, musste eine Lösung her.

Mein neuer „Mitarbeiter“: Die automatische Sortiermaschine

Ich habe mich entschieden, in eine Sortiermaschine zu investieren. Die Idee ist einfach: Die Maschine übernimmt das mühsame Identifizieren und Zählen der Karten, sodass ich mehr Zeit für das Einstellen der Angebote und den Einkauf neuer Ware habe. Langfristig ist so ein Werkzeug für hohe Verkaufsvolumen fast unerlässlich. Mein Ziel für die Woche war es, 25.000 der 50.000 Karten in mein Inventar aufzunehmen.

Der Arbeitsablauf: Von der Kiste ins digitale Inventar

Mein Bestand besteht zur Hälfte aus deutschen und zur Hälfte aus englischen Karten. Ich habe mit den englischen Karten begonnen, da die Erkennungsrate der Maschine hier besser ist. Glücklicherweise hatte ich die meisten Karten bereits grob nach Set und Alphabet vorsortiert.

  1. Set auswählen: Ich wähle in der Software der Maschine das entsprechende Set aus. Das erhöht die Genauigkeit, ist aber nicht zwingend erforderlich.
  2. Sortierung deaktivieren: Da meine Karten bereits alphabetisch geordnet sind, deaktiviere ich die Sortierfunktion der Maschine.
  3. Zustand und Sprache festlegen: Ich gebe den Zustand (Near Mint) und die Sprache (Englisch) an.
  4. Prozess starten: Die Maschine beginnt, die Karten zu scannen und zu identifizieren. Die Ergebnisse erhalte ich als Datei, die ich in mein Inventarsystem importieren kann.

Wie genau ist die Maschine?

Die Erkennungsrate ist bei den meisten Sets erstaunlich hoch. Bei einem Stapel von etwa 1.000 Karten aus „Farbenschock“ (Vivid Voltage) gab es nur einen winzigen Stapel mit nicht erkannten Karten. Das sind vielleicht 2 % Ausschuss, die ich dann manuell nachtragen oder korrigieren muss. Das ist ein absolut akzeptabler Wert.

Unerwartete Probleme und praktische Lösungen

Natürlich lief nicht alles reibungslos. Im Laufe der Woche bin ich auf drei wesentliche Probleme gestoßen, für die ich aber praktikable Lösungen finden konnte.

Problem 1: Reverse-Holos werden nicht erkannt

Die Maschine hat eine experimentelle Funktion zur Erkennung von Reverse-Holos, die aber nicht zuverlässig funktioniert. Meine Lösung: Da ich normale und Reverse-Karten bereits getrennt hatte, konnte ich nach dem Scanvorgang schnell durch die Stapel gehen und die Anzahl der Reverse-Karten manuell in der Ergebnisdatei (CSV) ergänzen. Das dauerte pro Set nur wenige Minuten.

Problem 2: Unvollständige Sprachtrennung

Ich dachte, ich hätte alle Karten nach Sprache getrennt. Es stellte sich jedoch heraus, dass ich sie teilweise in der Form „A (Englisch), A (Deutsch), B (Englisch), B (Deutsch)“ sortiert hatte. Die Maschine benötigt aber eine saubere Trennung, also erst alle englischen Karten von A-Z, dann alle deutschen. Das Umsortieren hat mich einige Stunden gekostet.

Problem 3: Karten in Hüllen passen nicht

Der Greifmechanismus der Maschine kann Karten in Hüllen (Sleeves) nicht fassen, da sie zu dick sind. Ich musste also etwa 1.000 Karten mühsam aus ihren Hüllen befreien. Zum Glück waren nur wenige Sets komplett gesleevt. Jetzt habe ich immerhin einen Vorrat an gebrauchten Hüllen für den Versand.

Karten schneller erfassen

Nach dem Sortieren kommt das Einstellen. Mit einem Kartenscanner beschleunigst du die Dateneingabe und bringst deine Karten schneller online.

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Die Ergebnisse der Woche: Zahlen und Einblicke

Trotz der Hindernisse war die Woche produktiv. Die Maschine schafft etwa 200-250 Karten pro Stunde. Am besten lässt man sie einfach den ganzen Tag laufen. Hier ist eine kurze Zusammenfassung:

  • Montag: 2.500 Karten inventarisiert. Direkt starke Verkäufe mit über 70 $ Umsatz.
  • Dienstag: Weitere 2.500 Karten. Die Verkäufe qualifizierten mich für eine Erhöhung meines Verkaufslimits auf Ricardo.
  • Mittwoch & Donnerstag: Jeweils ca. 2.200 Karten hinzugefügt. Der Bestand wuchs auf fast 10.000 Karten.
  • Freitag: Keine Karten hinzugefügt, da die Zeit für die manuelle Reverse-Zählung fehlte.
  • Samstag: 5.500 Karten inventarisiert (inklusive der vom Freitag).
  • Wochenergebnis: Insgesamt rund 15.000 Karten ins Inventar aufgenommen.
Die Verkäufe ließen Mitte der Woche nach. Das ist völlig normal. Die reale Welt ist nicht linear. Man hat Tage mit 5-10 Verkäufen und dann vielleicht eine ganze Woche Flaute. Besonders am Anfang, mit wenig eingestellten Karten, kommen die Verkäufe unregelmäßig.

Meine Strategie für die nächsten Wochen

Jetzt, da ein großer Teil der Karten im System ist, beginnt die eigentliche Arbeit. Der Plan ist, die Daten zu nutzen, um:

  • Komplette Sets zu erstellen: Ich kann nun sehen, welche Sets aus der Schwert-&-Schild-Ära (Commons, Uncommons, Rares) vollständig sind, und diese als Komplettsets anbieten.
  • Fehlende Karten zu kaufen: Die Software zeigt mir genau, welche Karten für andere Sets fehlen. Diese kann ich gezielt auf Cardmarket nachkaufen, um weitere Sets zu vervollständigen.
  • Überschüssige Karten zu verkaufen: Von manchen Karten habe ich 40 oder 50 Stück. Ich werde einen Grundstock von 20 behalten und den Rest als kleine Lots verkaufen.

Die Zahlen im Überblick: Woche 2

Der Umsatz in dieser Woche lag bei rund 100 CHF (ca. 125 $). Das ergibt einen Gewinn von 35 CHF (ca. 45 $). Nach zwei Wochen liegt der Gesamtgewinn bei etwa 60 $. Es ist immer noch ein langsamer Start, aber die Grundlage für die Skalierung ist gelegt. Sobald ich anfange, die Bulk-Sets zu listen, erwarte ich eine deutliche Steigerung. Eine kleine Anmerkung zu den Kosten: Die Sortiermaschine hat eine monatliche Abogebühr von 30 $, die in den kommenden Monaten zu meinen Fixkosten hinzukommen wird.

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