Zollprobleme mit den USA: Was tun, wenn du keine Karten mehr zu PSA schicken kannst?
Plötzlich ist der Versand von Sammelkarten in die USA blockiert, was das Graden bei PSA unmöglich macht. Ich zeige dir, was dahintersteckt und wie ich mit diesem Rückschlag in meinem Geschäft umgehe.
Von NeoSatoshi
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Aktualisiert 3. Mai 2026
Das Problem: Kein Versand mehr zu PSA
Diese Woche gab es eine schlechte Nachricht für mein Vorhaben, Karten bei PSA graden zu lassen. Die Schweizer Post hat den Versand von Waren in die USA vorübergehend eingestellt. Das bedeutet, ich kann im Moment keine Karten zur Bewertung nach New Jersey schicken. Das betrifft nicht nur die Schweiz, sondern anscheinend auch andere europäische Länder.
Der Grund dafür ist eine Änderung bei den Zollbestimmungen. Bisher gab es eine Freigrenze von 800 US-Dollar, unter der keine Zollanmeldung nötig war. Diese Regelung scheint weggefallen zu sein. Jetzt müsste selbst für ein Päckchen mit geringem Wert eine aufwendige und teure Deklaration gemacht werden, was Kosten von 30 bis 40 Dollar verursachen könnte. Aus diesem Grund hat die Post den Versand von Waren komplett gestoppt, da selbst Sendungen ohne Verkaufswert, wie es bei Grading-Einsendungen der Fall ist, nicht mehr durch den Zoll kommen.
Die Auswirkungen auf das Grading-Vorhaben
Für mich bedeutet das, dass mein Stapel an Karten, die für das Grading vorgesehen sind, weiter wachsen wird. Ich muss jetzt abwarten und hoffen, dass sich die Situation bald klärt. Zwar gibt es auch einen Grading-Anbieter in der Schweiz, aber ich bin unsicher bezüglich deren Ruf und Akzeptanz am Markt. Daher ist die beste Option im Moment, Geduld zu haben und auf eine Lösung des Problems zu warten.
Strategiewechsel bei unverkäuflichen Master-Sets
Ein anderes Thema, das mich seit Wochen beschäftigt, sind meine Master-Sets. Ich versuche seit fünf oder sechs Wochen, komplette Sets aus Common-, Uncommon- und Rare-Karten zu verkaufen, bisher ohne Erfolg. Das war mein Versuch, einen Weg zu finden, die Masse an Bulk-Karten loszuwerden, die keine Holos oder Reverse-Holos sind.
Da der direkte Verkauf nicht funktioniert hat, probiere ich jetzt eine neue Methode aus: Ich habe alle 25 Sets als Auktionen für einen Startpreis von 1 Dollar eingestellt. Damit will ich herausfinden, ob überhaupt eine Nachfrage besteht und was Käufer bereit sind, dafür zu bezahlen.
Ich werde damit vielleicht keinen großen Gewinn machen. Aber ich kann daraus lernen. Und ich denke, das ist auch wertvoll, wenn man einfach etwas ausprobieren will.
Was du aus Auktionen lernen kannst, auch wenn sie keinen Gewinn bringen
Das Ziel dieser Auktionen ist nicht der Profit, sondern das Sammeln von Daten. Das Ergebnis wird mir zeigen, welchen Preis der Markt für solche Sets festlegt. Mit diesem Wissen kann ich dann entscheiden, ob sich der erhebliche Zeitaufwand für das Zusammenstellen der Master-Sets überhaupt lohnt oder ob ich meine Zeit besser anders investiere.
Inventar im Griff behalten
Eine genaue Erfassung deiner Karten ist die Grundlage für strategische Entscheidungen. Ein guter Scanner hilft dir, den Überblick über Tausende von Bulk-Karten zu behalten.
Anpassung der Inventar-Strategie für Bulk-Karten
Diese Woche habe ich auch meine Strategie für den Umgang mit Bulk-Karten überdacht. Ich werde die nächsten 12.000 bis 15.000 Karten, die ich sortiert habe, ein letztes Mal komplett in mein Inventar aufnehmen.
Für zukünftige Bulk-Käufe werde ich selektiver vorgehen:
- Nur Karten behalten, von denen ich weiß, dass sie sich gut verkaufen.
- Karten behalten, von denen ich nur wenige oder keine Exemplare im Bestand habe.
- Den Rest der Karten schnell wieder verkaufen, idealerweise kostendeckend oder mit einem kleinen Gewinn.
- Reverse-Holos und Holos aus gefragten Sets weiterhin für den Einzelverkauf lagern.
Dank meiner Sortiermaschine kann ich schnell den Wert eines Bulk-Kaufs einschätzen und die wertvollen Karten identifizieren. Das ermöglicht es mir, schneller zu agieren und nur das zu behalten, was sich wirklich lohnt.
Neue Ideen für den Verkauf von Holo-Karten
Ein Problem bei Bulk-Käufen ist, dass man oft sehr viele Exemplare derselben Holo-Karte erhält – manchmal 30 oder 40 Stück. Um diese Bestände abzubauen, plane ich, Posten mit 100 Reverse-Holos und 100 Holo-Karten zusammenzustellen und zu sehen, wie diese sich verkaufen. Das könnte ein effizienter Weg sein, um diese Karten loszuwerden.
Die aktuellen Verkaufszahlen der Woche
Der Gesamtwert meiner gelisteten Artikel auf Ricardo (vergleichbar mit eBay) ist gesunken, da die Master-Sets jetzt als 1-Dollar-Auktionen laufen. Auf Cardmarket und Card Trader habe ich derzeit etwa 30.000 Karten mit einem Gesamtwert von rund 9.000 Dollar gelistet.
Umsatz und Gewinn im Detail
Der Umsatz in dieser Woche war etwas schwächer, aber ich konnte eine wichtige Marke knacken. Insgesamt habe ich seit Beginn der Challenge die 3.000-Dollar-Umsatzgrenze überschritten.
- Gesamtumsatz diese Woche: 280 $
- Ricardo: 230 $ Umsatz (davon ein Bisaflor aus 151 für über 90 $), 6 $ Gewinn
- Cardmarket: 30 $ Umsatz, 24 $ Gewinn
- Card Trader: 20 $ Umsatz, 15 $ Gewinn
Analyse: Warum die Verkäufe nachgelassen haben
Besonders auf Card Trader sind die Verkäufe zurückgegangen. Das ist ein normaler Zyklus: Die besten und gefragtesten Karten aus meinem letzten großen Bulk-Kauf sind inzwischen verkauft. Was übrig bleibt, verkauft sich langsamer.
Das bestätigt die Notwendigkeit meiner neuen Strategie. Sobald die frischen 15.000 Karten online sind, erwarte ich wieder einen Anstieg der Verkäufe. Es zeigt, wie wichtig es ist, regelmäßig neues, attraktives Inventar zu listen, um die Verkaufsdynamik aufrechtzuerhalten.
Fazit: Rückschläge als Teil des Geschäfts
Diese Woche war eine, in der nicht viel vorwärtsging und es sogar einen großen Rückschlag gab. Solche Wochen gehören zum Geschäft dazu. Wichtig ist, die Probleme zu analysieren, die eigene Strategie anzupassen und dranzubleiben. Ob es nun unvorhergesehene Zollprobleme oder schleppende Verkäufe sind – jede Herausforderung bietet die Chance, etwas zu lernen und das eigene Vorgehen zu verbessern.
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