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Pokémon-Karten verkaufen Anfang 2026: Echte Zahlen, Strategien und was wirklich funktioniert

Ein Blick auf die ersten zwei Monate des Jahres 2026 zeigt, welche Verkaufsstrategien sich auszahlen und wo die grössten Hürden für Pokémon-Karten-Verkäufer liegen. Hier sind die ungeschminkten Zahlen und Erfahrungen aus der Praxis.

Von NeoSatoshi

Aktualisiert 3. Mai 2026

Der Fokus für 2026: Eigene Kunden über Shopify

Für mich steht dieses Jahr ein Ziel im Vordergrund: mehr Bestellungen und E-Mail-Abonnenten für meinen eigenen Shopify-Shop zu gewinnen. Der Grund ist einfach: Über Shopify baust du dir einen direkten Draht zu deinen Kunden auf. Du bist nicht von den Algorithmen anderer Plattformen abhängig und kannst deine Kunden gezielt per E-Mail erreichen. Ausserdem ist der durchschnittliche Bestellwert auf Shopify deutlich höher als auf Marktplätzen, wie die Zahlen später zeigen werden.

Ein Experiment: Kundenreaktivierung per Post

Die Idee und der Aufwand

Im Januar habe ich eine Kampagne gestartet, um ehemalige Käufer zurück in meinen Shopify-Shop zu holen. Die Idee war, 160 Kunden, deren Adressen ich bereits hatte, per Post zu kontaktieren. Jeder Umschlag enthielt einen kleinen Flyer mit einem QR-Code zum Shop und eine kostenlose Pokémon-Karte als kleines Dankeschön.

Der Aufwand war nicht zu unterschätzen: Insgesamt hat das Vorbereiten der Sendungen – Karte und Flyer eintüten, Umschlag schliessen, Etikett drucken und aufkleben – etwa vier bis fünf Stunden gedauert. Ein Etikettendrucker ist hier Gold wert und beschleunigt den Prozess erheblich.

Das Ergebnis: Lohnte es sich?

Die Ergebnisse waren gemischt, aber interessant:

  • Etwa jeder Dritte hat den QR-Code gescannt und die Webseite besucht.
  • Ich habe rund 10 neue E-Mail-Abonnenten gewonnen.
  • Es kamen zwei Bestellungen mit einem Gesamtwert von 340 Dollar zustande.
  • Etwa 15 bis 20 Leute haben sich per E-Mail gemeldet, um sich zu bedanken. Das stärkt die Kundenbeziehung ungemein.

Ein riesiger Erfolg war es in Bezug auf die direkten Bestellungen nicht, aber für den investierten Aufwand war das Ergebnis in Ordnung. Besonders die neuen Abonnenten und der zusätzliche Umsatz machen es zu einem Experiment, das sich nicht schlecht angefühlt hat.

Die grosse Hürde: Google Merchant Center

Ein Thema, das mich seit Monaten beschäftigt, ist das Google Merchant Center. Die Idee ist, die Produkte aus meinem Shopify-Shop automatisch und kostenlos in den Google-Suchergebnissen anzuzeigen. Das könnte, gerade für einen regionalen Markt wie die Schweiz, eine massive Menge an gezieltem Traffic bringen.

Leider stosse ich seit November letzten Jahres immer wieder auf dasselbe Problem: eine Richtlinienwarnung wegen angeblicher Falschdarstellung. Google sagt mir aber nicht, was genau das Problem ist. Ich habe alles versucht: unzählige Überprüfungsanträge gestellt, die Webseite überarbeitet, den Support kontaktiert – ohne Erfolg. Im Februar habe ich sogar einen Experten auf Fiverr engagiert, aber auch der konnte das Problem bisher nicht lösen. Das ist ein echter Rückschlag, denn ohne Google fehlt ein wichtiger Kanal, um neue Kunden zu erreichen.

Ein wichtiger Erfolg: Die Ricardo-Anbindung

Positiver lief es dafür an anderer Front. Ricardo, das Schweizer Pendant zu eBay, war zu Beginn meines Geschäfts eine meiner wichtigsten Einnahmequellen. Ich hatte den Verkauf dort aber eingestellt, weil ich den Bestand nicht mit meinem Shopify-Lager synchronisieren konnte.

Inzwischen habe ich eine Lösung für dieses Problem gefunden und kann meine Karten wieder auf Ricardo anbieten. Die Verkäufe ziehen bereits wieder an und ich gewinne viele neue Kunden. Das ist ein grosser Erfolg, der sich in den nächsten Monaten sicher in den Zahlen bemerkbar machen wird.

Das Problem beim Listen wertvoller Einzelkarten

Warum der Kartensortierer versagt

Ich stand vor der Aufgabe, über 500 wertvollere Einzelkarten zu listen. Meine automatische Sortiermaschine ist dafür leider ungeeignet. Karten in Hüllen (Sleeves) oder Toploadern passen gar nicht erst hinein. Ausserdem hat die Maschine bei schimmernden Karten wie den EX-Karten grosse Probleme mit der Lichterkennung. Die Bilder werden schlecht und die Erkennungsrate liegt unter 50 %. Für Massenware ist sie super, aber nicht für Einzelkarten.

Die selbstgebaute Lösung für den Listing-Prozess

Also musste eine andere Lösung her. Ich habe ein altes Nebenprojekt von mir reaktiviert: eine eigene Software zur Kartenerkennung. Mein neuer Prozess sieht so aus: Ich mache mit dem Smartphone von jeder Karte ein Foto, lade die Bilder stapelweise auf meine Webseite hoch, und meine KI erkennt die Karten und bereitet die Daten für den Export vor.

Diese Exportdatei lade ich dann zu TCG Power Tools hoch. Dieses Werkzeug ist in Europa quasi unerlässlich, um über die API auf Cardmarket zu listen. Von dort werden die Karten dann mit meinem Shopify-Shop und schliesslich auch mit Ricardo synchronisiert. Dieser selbstgebaute Prozess hat mir in den letzten Monaten viel Zeit gespart.

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Verbringe weniger Zeit mit dem Erfassen und mehr Zeit mit dem Verkaufen. Eine gute Software ist der Schlüssel, um hunderte Karten effizient auf mehreren Plattformen zu listen.

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Die Geschäftszahlen im Januar 2026

Kommen wir zu den harten Fakten. Der Januar schloss mit einem Umsatz von knapp 2.000 Dollar und einem Gewinn von 400 Dollar ab. Der grösste Teil des Umsatzes kam von Shopify und Ricardo, wobei die Ricardo-Einnahmen hauptsächlich aus Auktionen stammten.

Der grösste Unterschied zeigt sich beim durchschnittlichen Bestellwert: Fast 120 Dollar auf Shopify stehen nur 12 Dollar auf Cardmarket und 18 Dollar auf Ricardo gegenüber. Das unterstreicht den Wert eines eigenen Shops.

Auch bei den Gebühren ist Shopify mit nur 3 % für die Zahlungsabwicklung der klare Gewinner. Cardmarket nimmt 4,5 %, Ricardo 8 % und Card Trader sogar 16 %, was dort aber an den hohen Versandkosten für das 'Zero'-Programm liegt.

Die Geschäftszahlen im Februar 2026

Der Februar war mit einem Gewinn von über 700 Dollar bei ähnlichem Umsatz einer meiner bisher besten Monate – und das trotz der kürzeren Tage. Grosse Einzelverkäufe auf Shopify (einer über 300 Dollar) und weitere Auktionen auf Ricardo haben hier den Unterschied gemacht.

Mein aktueller Lagerbestand an gelisteten Einzelkarten hat einen Wert von über 4.300 Dollar. Der Grossteil davon sind aber Karten im Wert von unter 5 Dollar. Die wirklich teuren Karten habe ich entweder zu PSA zur Bewertung geschickt oder verkauft, um Kapital für neue Sammlungsankäufe freizumachen.

Fazit: Was lernen wir daraus?

Die ersten Monate des Jahres zeigen deutlich: Ein eigener Shopify-Shop ist langfristig der profitabelste Kanal, auch wenn der Aufbau von Traffic eine Herausforderung ist. Plattformen wie Ricardo sind hervorragend, um schnell Umsatz zu generieren und neue Kunden zu gewinnen, vor allem wenn man den Bestand über eine zentrale Software synchronisieren kann.

Gleichzeitig wird klar, dass man als Verkäufer immer auf unerwartete Hürden wie die Probleme mit dem Google Merchant Center stossen kann. Hier ist es wichtig, nicht aufzugeben und parallel andere Kanäle zu stärken. Ein effizienter Listing-Prozess ist dabei das A und O, um nicht in der täglichen Arbeit unterzugehen.

Behalte deine Zahlen im Griff

Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Mit NeoSatoshi kannst du deine Verkäufe von allen Plattformen importieren und deine Rentabilität genau analysieren. So triffst du bessere Entscheidungen für dein Geschäft.

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