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Ein halbes Jahr im Pokémon-Karten-Business: Zahlen, Strategien und wichtige Lektionen

Nach sechs Monaten im Pokémon-Karten-Verkauf ist es Zeit für ein Zwischenfazit. Ich zeige dir, welche Strategien funktioniert haben, wie sich die verschiedenen Verkaufsplattformen entwickeln und was die nächsten Schritte sind, um das Geschäft auf die nächste Stufe zu heben.

Von NeoSatoshi

Aktualisiert 3. Mai 2026

Die Strategie: Weg von reinen Marktplätzen, hin zum eigenen Shop

Nach sechs Monaten im Geschäft wird eine Sache immer klarer: Die Abhängigkeit von Marktplätzen wie Cardmarket oder Ricardo (dem Schweizer Äquivalent zu eBay) ist auf lange Sicht ein Risiko. Man ist immer davon abhängig, dass Kunden dein Angebot finden. Deshalb liegt mein Fokus jetzt darauf, den eigenen Shopify-Store auszubauen. Ein eigener Shop gibt dir die Kontrolle und ermöglicht es, eine echte Kundenbeziehung aufzubauen, zum Beispiel über einen Newsletter. Nur so kann aus dem Kartenverkauf ein unabhängiges, echtes Geschäft werden.

Inventaraufbau als Grundlage für den Shopify-Erfolg

Ein eigener Shop braucht vor allem eines: genügend Ware. Aktuell habe ich etwa 350 Einzelkarten gelistet. Das klingt vielleicht nach viel, ist es aber nicht, wenn man es ernst meint. Das Problem ist, dass der Shop schnell leergekauft sein könnte.

Die Herausforderung der Mindestbestellmenge

Wenn ein Kunde den Mindestbestellwert für den Versand von 30 Schweizer Franken erreichen will, bestellt er schnell mal 10 oder 20 Karten. Bei nur 20 solcher Kunden wäre mein gesamtes Einzelkarten-Inventar ausverkauft. Um das zu verhindern, habe ich in letzter Zeit gezielt Sammlungen aufgekauft. Aktuell warten etwa 200 bis 250 wertvollere Karten (die meisten über 1-2 Dollar, einige auch 40-50 Dollar) darauf, gelistet zu werden. Zusammen mit einer weiteren grossen Sammlung, die bald ankommt, sollte ich mein Inventar auf fast 800 Einzelkarten erhöhen können. Das ist eine solide Basis, um Shopify ernsthaft voranzutreiben.

Marketing-Taktiken, die wirklich funktionieren

Um Kunden von den Marktplätzen auf meinen eigenen Shop zu lenken, habe ich einen einfachen Flyer entworfen. Diesen lege ich jeder Bestellung bei, die ich verschicke – aktuell hauptsächlich Bestellungen von Cardmarket.

  • Der Flyer bietet einen 10 % Rabatt-Code für den nächsten Einkauf im Shopify-Store.
  • Der Rabatt wird gewährt, wenn sich der Kunde für meinen Newsletter anmeldet.
  • Ein QR-Code auf dem Flyer führt direkt zur Anmeldeseite.

Diese simple Methode zeigt bereits Wirkung. Ich schätze, dass etwa 10-15 % der Leute, die den Flyer erhalten, ihn auch nutzen. Die Zahl meiner Shopify-Kunden ist so von einem im Oktober auf fünf im November gestiegen.

Die Macht des E-Mail-Marketings: Ein Black-Friday-Experiment

Mitte November hatte ich vier oder fünf aktive Newsletter-Abonnenten. Eine kleine Zahl, aber perfekt für einen Test. Zum Black Friday habe ich ihnen eine kurze E-Mail mit einem 12 % Rabatt geschickt. Das Ergebnis war verblüffend: Zwei der Empfänger haben sofort bestellt – eine Konversionsrate von 50 %! Kurz nachdem die Mail raus war, kamen die Bestellungen rein. Die Kunden hatten zuvor über die Flyer-Aktion schon einmal bestellt, dies war also ihre zweite Bestellung.

Das war auch das erste Mal, dass mir richtig bewusst wurde, wie mächtig es ist, wenn man seine Kunden direkt erreichen kann.

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Synchronisiere dein Inventar über Shopify, eBay und Cardmarket. Verbringe weniger Zeit mit dem Listen und mehr Zeit mit dem Verkaufen.

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Diversifizierung des Angebots: Mehr als nur Einzelkarten

Um den Shop attraktiver zu machen, brauche ich mehr als nur Einzelkarten. Ich habe mir daher Gedanken über zwei weitere Produktkategorien gemacht.

Versiegelte Produkte: Eine schwierige Beschaffung

Der direkteste Weg wäre, versiegelte Produkte wie Displays oder ETBs zu verkaufen. Leider ist es momentan unmöglich, als neuer Händler einen Zugang bei den offiziellen Distributoren zu bekommen – die Nachfrage ist einfach zu hoch. Daher kann ich nur versiegelte Produkte anbieten, die ich zufällig beim Kauf von Sammlungen miterwerbe. Das werden also nur sehr wenige Artikel sein und keine konstante Bezugsquelle.

PSA-Karten trotz logistischer Hürden

Eine weitere Option sind gegradete Karten. Der direkte Versand zu PSA in die USA war für mich aus der Schweiz wegen Zollproblemen blockiert. Inzwischen gibt es eine Lösung über lokale Händler, die den Versand als Mittelsmann übernehmen. Ich habe diesen Weg gewählt und 33 Karten zum Graden eingeschickt. Das ist mit 25 Schweizer Franken (ca. 30 $) pro Karte deutlich teurer als der Direktversand (ca. 22 $), aber es ist eine Möglichkeit, überhaupt an PSA-Karten für den Shop zu kommen. So kann ich in ein paar Monaten eine neue Kategorie auf der Webseite eröffnen.

Der Game-Changer: Automatisierte Synchronisierung über alle Kanäle

Eine der grössten Neuerungen im November war die technische Weiterentwicklung meines Setups. Ich nutze TCG Power Tools, um meine günstigeren Karten (Bulk) auf Cardmarket und CardTrader zu listen. Seit kurzem gibt es endlich eine Anbindung an Shopify.

Das bedeutet, mein gesamtes Bulk-Inventar wird nun automatisch zwischen Cardmarket, CardTrader und meinem eigenen Shopify-Store synchronisiert. Verkauft sich eine Karte auf einer Plattform, wird der Bestand auf den anderen automatisch aktualisiert. Das ist eine enorme Arbeitserleichterung.

Die technische Umsetzung im eigenen Shop

Auf meiner Webseite gibt es jetzt eine neue „Pokémon Bulk“-Sektion mit über 4.700 verschiedenen Karten. Die Synchronisierung allein reicht aber nicht. Ich musste die Filterfunktionen im Shop anpassen, damit Kunden nach Sprache (Deutsch, Englisch) oder Kartentyp (Normal, Reverse Holo) filtern können. Ausserdem habe ich eine Funktion programmiert, die den Lagerbestand direkt in der Übersicht anzeigt und es Kunden erlaubt, mehrere Exemplare einer Karte direkt in den Warenkorb zu legen, ohne die Produktseite besuchen zu müssen.

Die Zahlen vom November im Detail

Nach all den strategischen Anpassungen kommen wir nun zu den harten Fakten: den Finanzen für November. Der Gesamtwert der gelisteten Ware ist weiter gestiegen. Die wertvolleren Einzelkarten auf Shopify haben einen Wert von 3.200 $ (+25 % zum Vormonat), und der Wert der Bulk-Karten liegt bei 17.000 $ (+7 %).

  • Gesamtumsatz: 960 $
  • Gesamtgewinn (nach Kosten): 320 $
  • Shopify-Umsatz: 420 $ (stärkster Kanal im November)
  • Fixkosten: 230 $ (gestiegen durch die Shopify-Abo-Gebühr)

Der Gesamtumsatz über die letzten sechs Monate beläuft sich auf 7.100 $, der Gesamtgewinn auf 2.760 $. Das ursprüngliche Ziel von 50.000 $ Umsatz in 12 Monaten wird sehr schwer zu erreichen sein, aber der Fortschritt ist da.

Analyse der Verkaufsplattformen im November

Der Umsatz teilt sich wie folgt auf die Kanäle auf:

  1. Shopify: Mit 420 $ war der eigene Shop zum ersten Mal der umsatzstärkste Kanal. Die Flyer- und Newsletter-Aktionen zahlen sich aus.
  2. Ricardo: Der Umsatz ist auf 260 $ gesunken. Das war zu erwarten, da ich dort keine neuen Karten mehr manuell einstelle und auf die automatische Synchronisierung warte.
  3. Cardmarket: Mit 210 $ ein sehr solider Monat, hauptsächlich durch den Verkauf von Bulk-Karten.
  4. CardTrader: Hier ist der Umsatz auf 45 $ eingebrochen. Ich überlege, ob sich der Aufwand hier noch lohnt, da die wöchentlichen Gebühren die geringen Einnahmen fast auffressen.

Ausblick und nächste Schritte

Die Richtung für die nächsten Monate ist klar. Oberste Priorität hat die Aktivierung der Synchronisierung zwischen Shopify und Ricardo. Parallel dazu arbeite ich daran, auch meine wertvolleren Einzelkarten über TCG Power Tools zu verwalten. Die grösste Hürde dabei ist, dass das Tool keine Bilder synchronisiert, was für Einzelkarten unerlässlich ist. Hier muss ich eine effiziente Lösung finden. Langfristig denke ich auch darüber nach, auf Flohmärkten oder Conventions vor Ort zu verkaufen, um eine weitere Einnahmequelle zu erschliessen.

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