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Ein Jahr als Pokémon-Karten-Verkäufer: Was ich gelernt habe (und was ich anders machen würde)

Nach über sechs Monaten im Pokémon-Karten-Geschäft ziehe ich Bilanz. Dieser Erfahrungsbericht zeigt ungeschönt die Höhen und Tiefen, von der ersten Investition bis zum Aufbau eines Multi-Channel-Vertriebs.

Von NeoSatoshi

Aktualisiert 3. Mai 2026

Die Ausgangslage: 30.000 Karten und ein Vollzeitjob

Mitte 2025 habe ich angefangen, neben meinem IT-Vollzeitjob Pokémon-Karten zu verkaufen. Der Startpunkt war die Schweiz – ein kleiner Markt mit nur 10 Millionen Einwohnern, was mich anfangs unsicher machte. Ich hatte nicht viel Startkapital und wollte klein anfangen. Mein Hauptvermögen waren etwa 30.000 Bulk-Karten, die in meinem Zimmer herumlagen und darauf warteten, irgendwie verkauft zu werden.

Die erste grosse Entscheidung: Sortiermaschine statt Einzelkarten

Meine erste grosse Investition floss nicht in neue Karten, sondern in eine Sortiermaschine. Ich wusste, dass ich die Menge an Bulk-Karten niemals manuell bewältigen könnte. Rückblickend war das für den Anfang vielleicht etwas übertrieben. Es wäre eventuell klüger gewesen, das Geld in einige gefragte Einzelkarten zu stecken.

Trotzdem hat mir die Maschine ermöglicht, meinen gesamten Bestand zu erfassen und über Tools wie TCG Power Tools auf Cardmarket, der grössten europäischen Plattform, zu listen. Ohne diese Automatisierung wäre das schlicht unmöglich gewesen.

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Frühe Hürden und wichtige Lektionen

Der Start war nicht ohne Hindernisse. Auf Ricardo, dem Schweizer Pendant zu eBay, stiess ich schnell an ein Listing-Limit von anfangs nur 200 Karten, das sich nur langsam erhöhen liess. Das hat mich zu Beginn ausgebremst.

Gleichzeitig wurde mir klar, worauf es wirklich ankommt: Vertrauen aufbauen. Das bedeutet vor allem zwei Dinge:

  • Schneller Versand: Kunden schätzen es enorm, wenn ihre Karten umgehend auf die Reise gehen.
  • Freundliche Kommunikation: Eine klare und zuvorkommende Kommunikation ist die Basis für zufriedene Käufer.

Diese beiden Punkte sind die Grundlage für ein solides Geschäft und zufriedene Stammkunden.

Ein Experiment, das nicht aufging: „Light Master Sets“

Eine meiner Ideen war, aus meinen Bulk-Beständen sogenannte „Light Master Sets“ zusammenzustellen, die alle Common-, Uncommon- und Rare-Karten eines Sets enthalten. Die Theorie klang gut, die Praxis sah anders aus.

Das Problem: Mir fehlten immer ein paar Karten pro Set. Diese musste ich einzeln auf Cardmarket nachkaufen. Durch die Versandkosten für jede kleine Bestellung war das Projekt am Ende bestenfalls ein Nullsummenspiel, oft sogar ein Verlustgeschäft. Zudem war die Nachfrage nicht so hoch, wie erhofft – der Preis lag mit etwa 10 Cent pro Karte nur knapp über dem reinen Bulk-Preis von 2-3 Cent.

Ich sass abends stundenlang am Tisch und habe Karten sortiert. Das waren im Nachhinein viele verlorene Stunden. Eine wichtige Lektion.

Strategiewechsel: Von Bulk-Masse zu gezielten Einzelkarten

Die Einnahmen aus den Bulk-Verkäufen waren solide. Sie deckten meine monatlichen Fixkosten von etwa 250 Franken und warfen sogar einen kleinen Gewinn ab. Dieses Geld habe ich reinvestiert – aber diesmal nicht in mehr Bulk, sondern in den Ankauf ganzer Sammlungen, um an wertvollere Einzelkarten zu kommen.

Eine interessante Beobachtung dabei: Bestimmte Bulk-Karten, besonders Trainer, Holos oder Karten aus älteren Sets, sind manchmal 5 bis 10 Dollar wert und verkaufen sich extrem schnell, vor allem über CardTrader. Das ist ein guter Weg, um schnell wieder flüssig zu werden.

Der unerwartete Vorteil eines riesigen Bulk-Lagerbestands

Obwohl die Sortiermaschine anfangs wie eine Fehlentscheidung wirkte, hat sie sich langfristig ausgezahlt. Ich habe jetzt einen Lagerbestand von rund 60.000 Bulk-Karten und gehöre damit zu den grössten Anbietern in der Schweiz. Das ist ein echter Vorteil: Käufer, die grosse Mengen oder spezifische Karten suchen, kaufen bei mir, auch wenn der Preis pro Karte etwas höher ist, weil sie wissen, dass ich die Ware habe. Manuellen wäre ein solcher Bestand nicht zu verwalten gewesen.

Der Aufbau eines eigenen Shops als nächster Schritt

Um die zugekauften Sammlungen und Einzelkarten besser zu verkaufen und eine eigene Kundenbasis aufzubauen, habe ich einen Shopify-Store aufgesetzt. Auch hier lief nicht alles glatt. Ich wurde für eine Woche von meinem Zahlungsanbieter gesperrt, weil ich bei der Anmeldung die falsche Produktkategorie angegeben hatte.

Solche Probleme passieren. Die Lektion für mich war: Es ist gut, wenn diese Fehler passieren, solange das Geschäft noch klein ist. Ein paar verpasste Verkäufe am Anfang sind ärgerlich, aber bei 100 Bestellungen im Monat wäre der Schaden viel grösser gewesen.

Mein Fazit und die wichtigste Erkenntnis

Mein aktuelles System ist voll integriert. Ich verkaufe über Shopify, Cardmarket und CardTrader, und der Lagerbestand synchronisiert sich automatisch. Eine Karte, die auf Shopify verkauft wird, verschwindet sofort von den anderen Plattformen. Das gibt mir eine solide Basis.

Mein ursprüngliches Ziel von 50.000 Franken Gewinn im ersten Jahr werde ich klar verfehlen. Aber ich sehe einen stetigen Aufwärtstrend, und das ist das Wichtigste. Für 2026 liegt mein Fokus auf dem Verkauf von Einzelkarten und dem Aufbau eines festen Kundenstamms.

Meine grösste Erkenntnis nach diesem Jahr? Einfach anfangen. Du musst deinen eigenen Weg finden, der zu dir und deinem Standort passt. Erwarte, dass du Fehler machen wirst. Das Wichtige ist, daraus zu lernen, sich anzupassen und weiterzumachen.

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