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Ich habe 50.000 Pokémon-Karten gekauft – und jetzt stehe ich vor der Herausforderung, sie zu verkaufen

Der Kauf von Massenware ist oft der einfache Teil. Die wirkliche Arbeit beginnt, wenn du vor 50.000 Karten sitzt und herausfinden musst, wie du sie effizient online listen und verkaufen kannst.

Von NeoSatoshi

Aktualisiert 4. Mai 2026

Die Ausgangslage: 50.000 Karten und ein Plan

Stell dir vor, du kaufst 50.000 Pokémon-Karten. Das war meine Situation vor Kurzem. Der Preis war gut, etwa ein bis zwei Cent pro Karte. Die Sammlung bestand hauptsächlich aus Massenware, also „Bulk“. Nach erster Schätzung habe ich vielleicht 10.000 einzigartige Karten, der Rest sind Duplikate. Von manchen Trainerkarten habe ich an die 200 Stück. Die erste Hürde ist also, diese schiere Menge überhaupt zu bewältigen und eine Strategie zu entwickeln.

Erste Schritte: Sortieren und erste Verkäufe

Bevor man überhaupt ans Verkaufen denken kann, muss alles sortiert werden. Das habe ich bereits erledigt. Mit den sortierten Karten konnte ich erste Produkte zusammenstellen, um Startkapital zu generieren. Ich habe einige meiner bewerteten Karten (PSA-Gradings) aus meiner Privatsammlung auf Ricardo, einem Schweizer Marktplatz, verkauft. Das Hauptaugenmerk lag aber auf einer anderen Strategie.

Master-Sets als schneller Gewinnbringer

Aus den 50.000 Karten konnte ich sogenannte „günstige Master-Sets“ zusammenstellen. Diese Sets enthalten alle normalen (Common, Uncommon, Rare) Karten eines Sets, aber meist ohne die Reverse-Varianten. Fehlende Karten habe ich gezielt auf Cardmarket dazugekauft. Besonders die Master-Sets von „Stellar Crown“ (gemeint ist wohl Crown Zenith oder eine ähnliche Serie) liefen sehr gut. Ich habe sie für 15 bis 20 Dollar pro Set verkauft. Bei einem Einkaufspreis von wenigen Cents pro Karte ist das fast reiner Gewinn. Von sieben Sets habe ich innerhalb weniger Wochen sechs verkauft.

Das Kernproblem: Das massenhafte Listen von Einzelkarten

Während der Verkauf von Sets gut funktioniert, liegt die eigentliche Herausforderung woanders: beim Listen der Tausenden von Einzelkarten. Wenn man jede Karte einzeln auf eBay oder Ricardo einstellt, schafft man vielleicht eine pro Minute. Das ist bei dieser Menge einfach nicht machbar. Hier stecke ich gerade fest und suche nach einer Methode, um diesen Prozess drastisch zu beschleunigen.

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Du kämpfst auch damit, deine Karten schnell und effizient auf eBay zu listen? Es gibt Werkzeuge, die dir helfen können, diesen Prozess zu automatisieren und Stunden zu sparen.

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Lokale vs. internationale Marktplätze

Als Verkäufer in der Schweiz nutze ich hauptsächlich Ricardo, da eBay hier kaum eine Rolle spielt. Für den internationalen Verkauf ist eBay jedoch unerlässlich. Das bringt aber neue Herausforderungen mit sich, vor allem beim Versand.

Die Hürden des internationalen Versands

Der internationale Versand von der Schweiz aus ist kompliziert. Man muss Zölle und Steuern berücksichtigen. In viele EU-Länder kommen schnell 20 % Mehrwertsteuer oben drauf, was den Verkauf unrentabel machen kann. Dazu kommen die hohen Versandkosten. Ein Verkauf in die USA ist wegen möglicher Zölle und Steuern ebenfalls schwierig.

Am Ende ist es oft am besten, lokal zu verkaufen, wenn man die Möglichkeit hat.

Eine Alternative für den weltweiten Verkauf: Cardtrader

Eine interessante Option, die ich recherchiert habe, ist Cardtrader. Die Plattform bietet einen Service, bei dem man seine verkauften Karten gebündelt an sie schickt. Cardtrader übernimmt dann die Sortierung und den Weiterversand an die einzelnen Käufer weltweit. Das könnte eine enorme Erleichterung für den internationalen Versand sein und den Aufwand erheblich reduzieren.

Meine Strategie: Fokus und schrittweises Vorgehen

Mein Plan sieht jetzt so aus: Zuerst konzentriere ich mich voll auf Ricardo, den lokalen Markt, den ich kenne. Ich werde dort alle Einzelkarten listen, so gut es geht. Sobald dieser Prozess läuft, werde ich mich eBay zuwenden und den internationalen Verkauf angehen. Ich weiss, dass es funktionieren kann, da ich bereits früher erfolgreich Massenware und Master-Sets auf eBay verkauft habe. Jetzt geht es darum, den Prozess richtig aufzusetzen.

Der Kauf einer grossen Sammlung ist nur der Anfang. Die eigentliche unternehmerische Leistung liegt im Sortieren, im effizienten Listen und im Managen der Verkäufe über verschiedene Plattformen hinweg. Es ist ein langer Weg, aber ein lohnender.

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